Hochschule RheinMain
THE MONSTER HAS ALWAYS LIVED HERE
Inspiriert vom Bodyhorror inszeniert Regisseurin Mia Beisert eine subtile und doch eindeutige Kritik an sexistischen Gesellschafts- und Familienordnungen, die tagtäglicher Albtraum so vieler Menschen sind. In ihrem Kurzspielfilm The Monster Has Always Lived Here gerinnt eine scheinbar harmlose Alltagssituation zum unappetitlichen Grauen: Protagonistin Lina ist in einer unheimlichen Schleife gefangen, die sie dazu zwingt, immer neue Berge von versifftem Geschirr abzuspülen. Erbrochene Scherben illustrieren ihre anschwellende psychische und körperliche Belastung, das akribisch gestaltete Setting unterstreicht einen Zustand von Klaustrophobie. Als Lina schließlich die Ursache für diesen Terror erkennt, scheint Gewalt der einzige Ausgang.
Ogulcan Korkmaz